Welches Wasser für Wasserkefir: Leitung, Quelle, Mineralwasser
Das Wichtigste in Kürze
Österreichisches Leitungswasser ist fast überall eine gute Wahl für Wasserkefir. Die Kristalle brauchen Mineralien, vor allem Kalzium und Magnesium, und sie mögen kein Chlor. Kalkreiches Wasser aus dem Osten und dem Alpenvorland ist ideal. Weiches Wasser wie das Wiener Hochquellwasser funktioniert ebenfalls, die Vermehrung geht etwas langsamer; eine Prise Natron oder ein Stück Eierschale gleichen das aus. Destilliertes und stark gefiltertes Wasser bremst die Kultur.
Wasser ist drei Viertel des Rezepts und die Zutat, über die am wenigsten nachgedacht wird. In Österreich muss man das zum Glück auch kaum: Das Leitungswasser kommt zu einem großen Teil aus Grund- und Quellwasser, ist selten gechlort und meist mineralreich. Trotzdem gibt es Unterschiede zwischen Bregenz und dem Burgenland, und die Kristalle merken sie.
Was die Kristalle vom Wasser wollen
- Mineralien. Kalzium, Magnesium und Spuren von Eisen sind das Baumaterial der Kristalle. Daraus wachsen sie. Zucker ist die Energie, Mineralien die Substanz.
- Kein Chlor. Chlor bremst die Hefen und Bakterien. In Österreich wird Leitungswasser nur örtlich und schwach gechlort; wo es riecht, hilft eine Stunde in der offenen Karaffe.
- Zimmertemperatur. Kaltes Wasser verzögert den Start, heißes schadet. Lauwarm ist perfekt.
Wasser nach Region
| Region | Leitungswasser | Für Wasserkefir |
|---|---|---|
| Wien | Hochquellwasser aus den Alpen, weich bis mittelhart, kaum gechlort | Sehr gut. Vermehrung etwas langsamer, mit Natron oder Eierschale ausgleichen. |
| Niederösterreich, Burgenland | Grundwasser, meist hart, kalkreich | Ideal. Schnelle Vermehrung, feste Kristalle. |
| Oberösterreich, Alpenvorland | Mittelhart bis hart | Ideal. |
| Steiermark, Kärnten | Quell- und Grundwasser, mittelhart | Sehr gut. |
| Salzburg, Tirol, Vorarlberg | Gebirgswasser, oft weich | Gut. Wie Wien: Mineralien gelegentlich ergänzen. |
| Brunnen, Hausquelle | Je nach Lage | Meist sehr gut, wenn das Wasser als Trinkwasser taugt. |
Die Härte des eigenen Wassers steht auf der Website des Wasserversorgers oder der Gemeinde. Für Wasserkefir gilt: Alles ab mittelhart ist ohne Zutun perfekt, alles darunter mit einem kleinen Zusatz.
Wenn das Wasser weich ist
Weiches Wasser ergibt einen etwas flacheren Kefir und Kristalle, die sich langsamer vermehren. Drei einfache Hilfen, immer nur eine davon:
- Eine Messerspitze Natron
Ins Zuckerwasser, alle zwei bis drei Ansätze. Liefert Mineralien und hebt den pH-Wert leicht an.
- Ein Stück Eierschale
Gut ausgekocht, mit in den Ansatz. Löst sich langsam auf und liefert Kalzium. Nach einer Woche austauschen.
- Vollrohrzucker statt weißem Zucker
Einmal pro Woche. Bringt Mineralien mit, färbt den Kefir dunkler und macht ihn runder im Geschmack.
Mineralwasser, Soda, gefiltertes Wasser
Woran man merkt, dass das Wasser passt
Die Kristalle sind fest, durchsichtig und werden von Woche zu Woche mehr. Der Kefir perlt nach 24 Stunden und schmeckt klar säuerlich. Wenn die Kristalle über drei Wochen nicht zunehmen, obwohl Zucker und Temperatur stimmen, ist das Wasser der erste Verdächtige, und ein Stück Eierschale die erste Maßnahme.


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Wasserkefir-Kristalle bestellenFragen zum Wasser
Muss ich das Leitungswasser abkochen?
Nein. Abkochen entfernt zwar Chlor, aber österreichisches Leitungswasser ist meist ohnehin kaum gechlort. Wo es riecht, reicht eine Stunde in der offenen Karaffe. Abgekochtes Wasser muss vor dem Ansetzen wieder lauwarm sein.
Ist hartes Wasser schlecht für die Kristalle?
Im Gegenteil. Kalk ist Kalzium, und Kalzium ist das, woraus die Kristalle wachsen. Hartes Wasser aus dem Weinviertel oder dem Burgenland ist das beste Wasserkefir-Wasser, das es gibt.
Kann ich Regenwasser oder Wasser aus dem Bach nehmen?
Nein. Beides ist nicht als Trinkwasser geprüft und bringt Keime mit, die in einer Fermentation nichts verloren haben. Nur Wasser, das Sie auch so trinken würden.
Warum wird mein Kefir mit Wiener Wasser nicht so perlend?
Weiches Wasser, flacherer Kefir. Eine Messerspitze Natron alle paar Ansätze, oder einmal die Woche Vollrohrzucker, und der Unterschied ist weg. Für mehr Perlen hilft außerdem die zweite Fermentation in der Bügelflasche.